Wandern in der Rhön – Die schönsten Mini Touren


Lass dich von uns auf fünf tolle Microabenteuer in die Rhön entführen. Wandern in der Rhön bedeutet nicht nur vielfältige Naturbegegnungen, sondern auch eine Menge Erholung, Kultur und Ruhe. Zu jeder Route haben wir die grobe Laufdauer geschätzt. Die benötigte Zeit ist aber natürlich immer abhängig von deinem persönlichen Tempo und Pausen sind ebenfalls nicht mit eingerechnet.

1. Das schwarze Moor

2,5 km | 45 min

Das schwarze Moor ist eine ganz besondere Sehenswürdigkeit im Herzen der Rhön. Entlang des Moorlehrpfades erkundest Du die einzigartige Natur in deinem persönlichen Tempo. Du läufst auf breiten Holzpfaden einen Rundweg mitten durch das Biotop, welches Teil des UNESCO-Biosphärenreservat der Rhön ist. Die Strecke ist von zahlreichen Informationstafeln gesäumt. Auf den Tafeln findest Du alles, was Du über das Schwarze Moor erfahren kannst. Du lernst etwas über die einheimischen Tiere, die Pflanzen und vieles mehr. Am Ende des Rundwegs wartet ein weiteres Highlight auf dich: Ein hoher Aussichtsturm bietet dir die Möglichkeit das Schwarze Moor von oben zu überblicken.

Die Moor Führungen finden vom Mai bis September statt! Verpflegung nach der Tour bekommst Du am Kiosk direkt neben dem Parkplatz.

Anfahrt: Gib am besten den „Wohnmobil Stellplatz Schwarzes Moor“ oder den „Kiosk am Schwarzen Moor“ in dein Navi ein. Dort befindet sich nämlich auch der Parkplatz für die Besucher des Schwarzen Moors. Unsere Navigationsapp hat sich mit dem reinen Suchbegriff Schwarzes Moor nämlich etwas schwer getan und uns ein wenig in die Irre geführt.

 

Wandern in der Rhön
Wandern in der Rhön ist Natur pur

 

Herbststimmung in der Rhön

2. Wandern an der ehemaligen DDR Grenze in der Rhön

5 km | 1h 30 min

Die ehemalige Grenze zur DDR liegt nur unweit vom Schwarzen Moor entfernt. Du fährst also ebenfalls den „Wohnmobil Stellplatz Schwarzes Moor“ an und lässt dein Auto dort zurück. Vom Parkplatz aus läufst du in unter einem Kilometer zur Grenze. Der Fußweg verläuft auf einer breiten Asphaltstraße. Bald siehst Du auf der rechten Seite einen Turm hinter einer kleinen Anhöhe hervorspitzen. Dieser Turm gehört zu der einstigen Grenzlinie zwischen DDR und BRD. Auch wenn man sich nur noch sehr schwer auszumalen vermag, was sich hier einst zugetragen hat, liegt eine sonderbare Spannung in der Luft. Zumindest hat es sich für uns so angefühlt. Wer möchte, der kann hier übrigens einige Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze wandern.

Die Tour, die wir empfehlen, bringt dich aber an einen anderen Ort. Vom Grenzturm gehst Du zurück auf die Asphaltstraße. Statt zurück zum Parkplatz zu laufen, folgst Du der Straße in die andere Richtung. Kurze Zeit später, gleich hinter einem kleinen Wäldchen, tut sich auf der linken Seite ein Kiesweg auf. Dieser Kiesweg geleitet dich in das verschlafene Örtchen Birx. Auf dem Abschnitt durch den Wald wurden mehrere Informationstafeln aufgestellt. Wer sich für die Tiere oder die Quellgewässer der Region interessiert, der wird hier möglicherweise noch einiges lernen.

In Birx angekommen, warten mehrere Gasthäuser auf dich. Nach einem leckeren Mahl erledigt sich der Rückweg wie von selbst.

 

DDR Grenze in der Rhön
Ein seltsamer Anblick

3. Wandern auf dem Rhöner Kreuzberg

3,5 km | 1 h

Der Parkplatz Kreuzberg kostet dich eine kleine Gebühr. Soweit wir uns erinnern, beträgt der Preis 1,50€. Garantieren können wir das aber nicht mehr, aber arm wird es dich wohl nicht machen. So viel steht fest. Tipp an alle Sparfüchse: Es gibt auch Parkplätze am Fuß des Berges. Von unten läuft man geschätzt 30 Minuten zum Kloster.

Das Kloster auf dem Kreuzberg ist bei den meisten wohl eher als Schlemmereck bekannt. Mehrere Biergärten laden dich ein es dir gemütlich zu machen und dir den Bauch vollzuschlagen.

Du hast keinen Hunger? Auch okay, dann starten wir eben gleich mit der Wanderung. Vom Kloster aus geht es über einige Stufe hinauf zum Kreuzdenkmal. Die drei Golgota Kreuze sind nicht nur eine wichtige Pilgerstätte, sondern auch ein einzigartiger Aussichtspunkt. Die umliegende Natur wirkt von dort oben wie gemalt. Besonders schön ist es im Herbst, wenn die Bäume dabei sind allmählich ihre Farbe zu wechseln.

Von den Kreuzen aus erreichst Du nach wenigen Minuten einen weiteren Viewpoint. Den Aussichtspunkt am Kreuzbergsender.

Die anschließende Etappe führt dich über die Kreuzberger Skipiste zur Gemündener Hütte. Von der Hütte aus schließt sich ein Rundweg zurück zum Parkplatz an.

Apropos Skigebiet: Wusstest Du, dass der Kreuzberg seine eigene Sprungschanze hat? Obwohl wir schon so oft vor Ort waren, ist uns die Sprungschanze nie aufgefallen. Erst bei der Recherche für diesen Artikel haben wir sie entdeckt. Auf unserem nächsten Ausflug in die Rhön werden wir auf jeden Fall einen Abstecher zur Schanze unternehmen. Die Schanze liegt in der Nähe der Selbstversorgerunterkunft Rhönheim Haselbach.

 

Pilgern auf dem Kreuzberg
So viele Stufen sind es doch gar nicht

 

Wandern auf dem Kreuzberg
Gedenkstätten neben den Kreuzen

 

Weg zur Hütte

 

Wandern in der Rhön für jedes Alter
So schön ist der Ausblick auf dem Kreuzberg

 

Die im Sommer still gelegte Skipiste

 

Die Gemündener Hütte

4. Abseits der Pfade: Arnsberg

3,7 km | 1 h

Wandern in der Rhön ist meistens eine Quelle der Ruhe. Ab und zu trifft man natürlich auf andere Spaziergänger und Wanderer, aber häufig ist man längere Zeit für sich. Wer nach der absoluten Ruhe strebt, der sollte sich auf die Suche nach Strecken machen, die weniger bekannt sind. Und davon gibt es einige.

Uns stand letztens der Sinn nach genau so einer Tour steht. Knapp vor dem Kreuzberg beschlossen wir ganz spontan, dass wir heute mal was Neues ausprobieren sollten. Also parkten wir unser Auto in der Nähe des „Kreuzbergstellplatz für Wohnmobile“ und bestiegen kurzerhand den gegenüberliegenden Berg.

Der Arnsberg glänzt mit stolzen 850 Höhenmetern und ist nicht gerade das, woran man denkt, wenn man vom Wandern in der Rhön spricht. Aus diesem Grund ist er die perfekte Wahl für eine Tour ab vom Schuss.

Vom Parkplatz aus wanderten wir querfeldein die Steigung hinauf. Der Arnsberg hat keine breit ausgebauten Wanderwege, aber gerade das ist auch das Schöne. Zwischen den Wiesen gibt es eine kleine Auswahl an Fahrrinnen entlang derer man spazieren kann.

Oben angekommen, tut sich ein schöner Blick in das nahe Tal und auf die Skilifte des Arnsbergs auf. Der Ausblick hält zwar bei weitem nicht mit dem, auf dem Kreuzberg mit, aber es ist eben mal was anderes! Und allein das ist doch etwas Gutes!

 

Einsamkeit ist etwas Schönes!

5. Wasserkuppe

2,4 km | 40 min

Unser persönlicher Lieblingsspot auf der Wasserkuppe ist die Zuschauerplattform der Fliegerschule. An guten Tagen starten hier in regelmäßigen Abständen Kleinflugzeuge in den weiten Himmel. Schon beim Zusehen kribbelt es einem im Magen!

Von der Fliegerschule startet der Wegabschnitt zum RADOM, das wohl eines der bekanntesten Wahrzeichen der Rhön ist. Diese Kuppel, welche einst zur Luftraumüberwachung genutzt wurde, fungiert heute nur noch als Kulturdenkmal – zur Erinnerung an den Kalten Krieg – und als Aussichtsplattform.

Vergiss auf dem Hinweg nicht den Ausblick auf der rechten Seite zu genießen. Direkt neben der Kuppel befindet sich übrigens auch der höchste Punkt des Landkreises Fulda.

Nur ein paar hundert Meter vor der Kuppel wurde ein weiteres Denkmal errichtet. Eine Ansammlung aufeinandergestapelter Steine, auf denen ein Adler sitzt, gedenkt der Piloten, die im ersten Weltkrieg gefallen sind.

Auf dem Rückweg hast Du die Wahl. Entweder wählst Du den gleichen Abschnitt wie hinwärts oder Du läufst auf der anderen Seite der Kuppel entlang. Auf der Wasserkuppe gibt es übrigens noch eine Handvoll weiterer spannender Aktivitäten. Für Kletterfans und Adrenalin-Junkies ist der Kletterpark sowie die Sommerrodelbahn wie geschaffen!

 

Entdecke die Rhön
Sonnenuntergang in der Rhön

Nach dem Wandern: Unsere Lieblingsgaststätte in der Rhön

Fertig für heute mit dem Wandern? Dann hast Du dir ein gutes Essen verdient. Deshalb kommt hier unser Gaststätten-Tipp für die Rhön: die Hähnchen Paula in Gersfeld! Dort gibt es die allerleckersten Hähnchen der Region! Außerdem sitzt man sehr schön. Wenn gutes Wetter ist, wird es dort allerdings häufig ziemlich voll!


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