Secluded Time

Reisen verändert – Deine Welt und Dich

Reisen verändert! Ohja! Aber wo sollen wir da bloß anfangen. Inspiriert von der tollen Blogparade von Sabine auf ihrem Blog „ferngeweht“, haben wir uns dazu einige Gedanken gemacht!

Im Folgenden versuchen wir Dir zu erklären, was dabei rausgekommen ist! Es ist wirklich gar nicht so leicht ein derart komplexes Thema in einfache Worte zu verpacken. Zu viele Gedanken schwirren in unseren Köpfen herum. Zu viele Gefühle sind mit alldem verbunden. Reisen hat unser Leben verändert. Reisen hat uns verändert. Uns als Paar. Und uns als die Personen, die wir sind. Aber wie genau?

 

Welche Veränderungen siehst Du, wenn Du dich nach einer langen Reise im Spiegel betrachtest?

1. Wir lassen los

Zunächst einmal lehrte uns das Reisen das Loslassen. Wir waren noch nie die Art von Menschen, die sich einfach ohne wenn und aber ins nächste Abenteuer stürzten. Wir haben das Bedürfnis Risiken abzuwägen und im Vorhinein verschiedene Informationen einzuholen. Oft plagen uns vor der Reise in ein neues Land viele Zweifel. Klappt dies, wird jenes so sein, wie wir uns das vorstellen .. ? Und so weiter! Doch mit jedem neuen Land, mit jeder neuen Herausforderung, die wir meistern, gewinnen wir mehr und mehr an Vertrauen. In uns selbst und unsere Fähigkeiten. Wir geben euch ein Beispiel. Vor inzwischen fast drei Jahren haben wir unsere erste eigenständige Reise außerhalb Europas unternommen. Damals waren Flugbuchen, Visa-Anträge und Reiseversicherung schon eine ziemlich große Hürde. Bloß alles richtig machen! Diese Dinge sind heute eher ein notwendiger Klacks geworden. Etwas, das man eben mal schnell nebenbei erledigt, wenn die nächste Reise ansteht. Das Schöne beim Reisen ist, dass man immer wieder neue Erfahrungen sammeln darf und nach jedem genommenen Hindernis mit frisch gebackener Stärke weiterstolziert.

 

Wir, auf einer Brücke irgendwo im Nirgendwo im wunderschönen Sri Lanka.

2. Wir legen unsere Ängste ab

Ziemlich eng mit dem Loslassen verknüpft ist auch das Ablegen von Ängsten. Vor was kann man in einem fremden Land, auf einem neuen Kontinent – auf der anderen Seite der Welt – denn nicht alles Angst haben. Seien wir mal ehrlich, wer von uns fürchtet sich in Deutschland vor giftigen Schlangen, Dengue-Fieber oder Erdbeben? Derartigen Gefahren sind wir bei uns normalerweise nun mal nicht ausgeliefert. Ja, auch zuhause sein birgt seine Gefahren. Doch die Gefahren, denen man in der Heimat ausgesetzt ist, kann man häufig sehr gut „wegbeamen“. Sie sind halt einfach da. So sind wir Menschen. Wir können bestimmte Dinge relativ einfach ausblenden. Gerade in unserem Alltag fällt uns dies sehr leicht. Die Gefahren jedoch, die uns auf weiten Reisen im Kopf herum spuken, sind für die meisten von uns eben nicht alltäglich. Es ist uns fast schon peinlich zu erzählen, welche Panikattacken ein klitzekleiner Mückenstich schon ausgelöst hat. Welch Argwohn jedem neugierigen, asiatischen Hund entgegengebracht wird: „Verschone uns bloß mit deiner Tollwut!“ Hand auf’s Herz! Wir sind sicherlich nicht die einzigen mit übertriebenen Ängsten in neuen Situationen. Mit der Zeit werden aber auch diese Ängste kleiner. Nach drei Wochen in Sri Lanka ohne auch nur eine einzige Begegnung mit einer Giftschlange, verschwand auch diese Angst mit einem letzten Winken um die Ecke. Auf Nimmerwiedersehen!

Klar, wir sind auf Reisen teilweise unkontrollierbaren Risiken ausgesetzt. Die wenigsten Risiken werden uns jedoch direkt betreffen. Wir halten es immer noch für sinnvoll sich über Risiken zu informieren und diese wenn nötig abzuwägen. Wer ohne Vorkehrungen in Epidemie-Gebiete reist, sollte sich hinterher nicht beklagen. Unter alldem darf aber niemals die Reiselust und der Spaß leiden. Geht los, entdeckt die Welt und seid frei. Das ist es, was wir immer mehr versuchen zu verwirklichen. Einfach machen! Sich nicht den Kopf zerbrechen. Wer die nötigen Vorbereitungen getroffen hat, der kann anschließend einfach abschalten und genießen. Es kommt sowieso alles anders, als man denkt.

 

Am Steuer des gesunkenen Schiffes – in der spanischen Idylle.

3. Wir lassen unsere Vorstellungen über den Haufen werfen

Wir haben sehr schnell gelernt, dass kein Land jemals so ist, wie man es sich in seinen Vorstellungen ausmalt. Egal, wie viele Blog-Beiträge wir vorher gelesen haben, wie viele Fotos wir uns angeschaut haben oder wie viele Geschichten uns erzählt wurden .. kein Land ist dem jemals gerecht geworden. Oder halt, es ist eher umgekehrt: Nichts ist jemals den Ländern gerecht geworden! Jedes Land, jeder Ort hat unsere Vorstellungen genommen und aus dem Fenster geworfen. Aber denkt jetzt bloß nicht, dass das was Schlechtes ist. Wir würden nicht sagen, dass wir jemals enttäuscht worden sind. Es war immer tausendmal besser! Zugegeben, es gab schon den einen oder anderen gehypten Ort, da schauten wir uns die Augen aus dem Kopf und konnten nichts Schönes finden. Das jedoch bleiben bisher Einzelfälle. All die anderen Orte haben uns durch ihre Individualität, ihre Authentizität und ihre Lebhaftigkeit umgehauen. Keine Geschichte kann so etwas widerspiegeln. Kein Bild kann das einfrieren. Und das sagen wir – als Fotografen und Reiseblogger. Halt, ein bisschen rudern wir zurück. Bilder und Geschichten bieten einen tollen Ersteindruck. Sie helfen wahnsinnig gut dabei das passende Reiseziel für sich zu finden und die ersten Impressionen zu bekommen. Aber niemals, wirklich niemals können sie eine Reise ersetzen. Wer ein Land kennenlernen möchte, der muss sich in seinen Sog fallen lassen und wird am Ende mit einem verwirbelten Kopf zurückkehren.

4. Wir ändern unsere Art die Welt zu sehen

Erkenntnis Nummer vier: Wer sich auf ein neues Land einlässt, der wird immer ein Stück davon in seinem Herzen mitnehmen. Ihr könnt euch das Strahlen in unseren Augen gar nicht vorstellen, wenn wir die Fotos unserer letzten Reisen ansehen. Das liegt daran, dass unsere Köpfe verwirbelt worden sind. Von all den Farben, neuen Eindrücken und wunderbaren Begegnungen. Wie ihr wisst, versprüht jedes Land seinen ganz eigenen Charme. Jedes Land, das wir bisher bereist haben, hat uns berührt und uns etwas für unser weiteres Leben mitgegeben. Oft haben wir das erst gemerkt, wenn wir schon wieder im Flugzeug saßen. Die Reise selbst ist häufig so voller Erlebnisse und Impressionen, dass sie sich gar nicht sofort setzen können. Aber spätestens zuhause spürt man die Nachwirkungen. Menschen, Orte und Erfahrungen, das alles prägt uns! Ändert unsere Art die Welt zu sehen.

 

Was siehst Du, wenn Du die Welt betrachtest?

5. Wir lassen uns Zeit

Reisen braucht Zeit! Das ist uns schnell klar geworden. Und trotzdem scheitern wir bis heute an der Umsetzung! Scheinbar verändern wir uns in dieser Hinsicht nur sehr langsam. Wer ein Land wirklich kennenlernen möchte und vorhat jede seiner Facetten zu erkunden, der sollte sich eine ganze Menge Zeit nehmen. So viel, wie nur irgendwie geht. Und lieber gleich nochmal mehr. Oder man schränkt seine Route eben einfach dementsprechend ein. Es ist schrecklich, wie unfassbar schlecht wir darin sind. Zeitmanagement! Grrr! Wir haben viel zu oft am Ende unserer Reisen dieses Gefühl des Hetzens. „Das haben wir noch nicht gesehen, da waren wir noch nicht und jenes muss unbedingt noch gemacht werden.“ Next time, wird das aber besser gemacht! Die Welt ist zu schön, um mit einem Tunnelblick hindurch zu hasten. Wir wollen alle Sinne. Dafür braucht es Zeit. Reisen hat uns gelehrt – oder ist gerade dabei uns zu lehren – uns diese Zeit zu nehmen. Zeit für die Dinge, die uns wirklich wichtig sind!

 

Das Leben genießen, die Dinge tun, die Du liebst! Das ist, was zählt!

 

So ihr Lieben, hiermit sind wir am Ende unserer Gedankenreise! Zumindest für’s erste! Diese Thematik hat ein Feuer in unseren Köpfen entfacht. Das, was sich durch das Reisen in einem verändert, ist noch so viel weiterführend. Es gibt noch eine Menge darüber zu erzählen. Die grobe Zusammenfassung wäre wohl: Reisen verändert, es macht einen neuen Menschen aus Dir, es bringt dich dazu Dinge zu überdenken, dich weiterzuentwickeln und Zusammenhänge aus einem ganz anderen Licht zu betrachten. Ganz einfach ausgedrückt: Geh reisen und verändere dich selbst!

 

2 KOMMENTARE
  • Sabine von Ferngeweht
    Antworten

    Hui, danke für die verwirbelten Köpfe. Hat Spaß gemacht zu lesen, wie Euch das Reisen verändert hat. Danke fürs Mitmachen bei meiner Blogparade!

    1. Secluded Time • Julia & Felix
      Antworten

      Super, dass dir der Artikel gefallen hat! Das Thema deiner Blogparade war einfach perfekt gewählt:) Sorry für die späte Antwort, dein Kommentar wurde komischerweise als Spam eingestuft..

      Liebe Grüße,
      Felix

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