Secluded Time

Tanzen im Sonnenaufgang

Christine vom Blog „Die bunte Christine“ hat uns mit ihrer neuen Blogparade zum Nachdenken gebracht. Was war unser schönstes Sonnenaufgangs-Erlebnis? Und stehen wir eher auf Sonnenauf- oder Sonnenuntergänge?

Rot, gelb, blau. Ein paar Tüpfelchen weißen Lichts. Vor uns im Wasser spiegeln sich die Farben des Himmels. Unwirklich erscheint es. Wie ein Spiel aus einer längst vergessenen Zeit. Langsam breitet sich die Helligkeit aus. Aus den rot glühenden Wolken bricht ein gelber Ball heraus, der mit aller Macht zu strahlen beginnt. Nur knapp über dem Meer ist sie zu sehen. Die Sonne! Und sie gibt uns das Versprechen, dass ein neuer Tag soeben begonnen hat.

Wir sitzen da. An einem endlosen Strand des schönsten Naturparks Spaniens und lassen uns ganz und gar von der Idylle der Natur verzaubern. So früh aufgestanden sind wir schon eine Ewigkeit nicht mehr. Nachdem wir die letzte Nacht auf einem kleinen, kostenlosen Stellplatz etwas außerhalb von San José verbracht haben, dachten wir uns jedoch, dass wir uns diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen dürfen. So nahe wie wir an den Traumstränden des Naturparks Cabo de Cata übernachtet haben, mussten wir uns einfach zusammenreißen und uns ausnahmsweise mal im Morgengrauen aus den Decken schälen.

 

Sonnenaufgang vor den Bergen und dem Meer von Cabo de Gata am Strand Playa de los Genoveses
Ein neuer Tag beginnt, der viele neue Erlebnisse und Chancen bereithält.

 

Blühende Wiesen und Meer im HIntergrund im Naturpark Cabo de Gata
So magisch war die Atmosphäre auch noch eine halbe Stunde nach dem Sonnenaufgang.

 

Kein Mensch außer uns hat sich überwinden können so früh am Strand zu erscheinen. Auf einmal sind wir voller Unverständnis. Warum bloß? Wieso lassen die sich das entgehen? Am frühen Morgen ist es hier doch am schönsten. In einer Art Höhenflug – vielleicht ist auch die Übermüdung schuld – versprechen wir uns feierlich: Ab jetzt stehen wir öfters im Morgengrauen auf! Die besten Bilder bekommt man eben genau um diese Zeit. Da müssen wir von nun an durch! Wie die Geschichte weitergeht, denkt ihr euch bestimmt schon. Die altbekannte Faulheit des Menschen wird auch unsere neuesten guten Vorsätze in den Wind blasen. Ja, den einen oder anderen Sonnenaufgang haben wir seitdem schon erlebt, aber meistens hatte das pragmatische Gründe. Ein Flug zu früher Stunde, eine Fährfahrt oder eine übertrieben zeitige Verabredung. Zu echten und ambitionierten Frühaufstehern sind wir jedenfalls bisher nicht geworden. Auch wenn die Belohnung so groß wäre.

Trotzdem zählen wir uns ganz klar zum Team Sonnenaufgang. Wenn nach einer dunklen Nacht die ersten Strahlen am Horizont erscheinen, bringt das Zuversicht und Hoffnung. Ein frischer Tag beginnt und damit die Chance das Beste aus dem zu machen, was wir haben. Neuer Mut und neue Träume erblühen, während die Sonne hervorlugt und uns auf einmal wärmer wird. Wer ein solches Himmelsschauspiel bewundert, der kann fast nicht anders als diese ganz spezielle Euphorie zu fühlen. Auch Sonnenuntergänge sind etwas wunderschönes. Sonnenaufgänge jedoch haben pure Magie in sich.

 

Bergpanorama um den Adam's Peak von Sri Lanka
Die Stimmung kurz vor dem Sonnenaufgang auf dem Adam’s Peak.

 

Der magischste Sonnenaufgang, den wir jemals erleben durften, fand auf dem Adam’s Peak in Sri Lanka statt. Um zwei Uhr nachts sind wir aufgebrochen, um den gut 2200 Meter hohen Berg rechtzeitig zu erklimmen. Der Adam’s Peak ist ein wichtiges religiöses Pilgerziel. So waren wir nicht die einzigen, die in dieser Nacht die unzähligen Stufen erklommen haben. Einträchtig stiegen wir mit hunderten anderen Stufe um Stufe nach oben. Insgesamt über 5000! Ein Abenteuer, das sich tief in unsere Herzen gebrannt hat. Dunkelheit überall um uns! Über uns und unter uns. Wären die Laternen am Wegrand nicht gewesen, hätten uns die Sterne den Weg leuchten müssen. Nach einem ermüdenden Aufstieg sind wir glücklich und verschwitzt aber mit grinsenden Gesichtern auf dem Berggipfel angekommen. Ganz knapp vor dem Sonnenaufgang. Alle dort oben drängten sich an eine winzige Balustrade und blickten gespannt auf einen dünnen Streifen am Himmel. Unter solidarischem Schweigen begrüßten wir gemeinsam den neuen Tag. Warum ist nicht jeder Morgen wie dieser? Die Antwort ist einfach zu geben und gleichzeitig schwer zu erfassen: Weil wir nicht jeden Morgen zu so einem solchen Morgen machen!


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2 KOMMENTARE
  • Christine / Die bunte Christine
    Antworten

    Liebe Julia, lieber Felix,

    vielen Dank für euren Beitrag zu meiner Blogparade, der wirklich toll geworden ist.
    Die Stimmung auf dem Berg in Sri Lanka muss magisch gewesen sein. Klingt nach einem unvergesslichen Erlebnis.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Christine

    1. Secluded Time • Julia & Felix
      Antworten

      Liebe Christine,

      wir haben sehr gerne teilgenommen und hatten viel Spaß dabei in diesen besonderen Erinnerungen zu schwelgen!

      Wir wünschen dir auch ein schönes Wochenende!
      Julia & Felix

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