Unser Wüstentrip zu den Dünen von Erg Chegaga

 

Anmerkung: Wir nennen hier mit Absicht den Namen der Tour-Anbieter nicht! Wer sich dafür interessiert, kann uns gerne eine private Anfrage senden! Normalerweise sind wir für jede Art von geführter Tour eigentlich überhaupt nicht zu haben und erkunden lieber auf eigene Faust. Bei der ersten Tour in die Wüste war uns das jedoch zu riskant, weswegen wir auf einen erfahrenen Guide gesetzt haben. Wir waren nur zu zweit auf der Tour und haben auch unterwegs sehr wenige andere Reisende getroffen. Falls Du wissen möchtest, wie wir mit unserem eigenen Auto zu den Toren der Sahara gekommen sind, findest du alle Infos dazu hier!

 

  • Auf unsere Weg von Zagora zu den Dünen von Erg Chegaga haben wir als erstes  einen Halt bei der Ksar nahe Zagoras gemacht. Wir haben eine eigene Führung erhalten, die auch wirklich interessant war und Einblick gegeben hat, wie die Menschen vor Ort leben. Am besten war die Führung durch die angeschlossene Keramik-Werkstatt. Uns wurde der komplette Produktionshergang erläutert
  • Anschließend haben wir einen Abstecher zur Melonen-Zucht-Station gemacht. Schon interessant, aber auf keinen Fall ein Highlight
  • Die Fahrt nach M’Hamid wurde von kurzen Pausen zum Fotografieren oben auf dem Pass unterbrochen
  • In M’Hamid angekommen sind wir direkt zur Kamel-Farm gebracht worden. Die Tiere leben hier komplett frei auf einem riesigen Gelände und werden nur ab und an für Touristen-Touren eingesetzt. Das war uns auch sehr wichtig. Wir wollten keine Tour auf einem Tier machen, das jeden Tag stundenlang Touristen durch die Gegend schleppen muss. Die Tour selber war trotzdem sehr enttäuschend. Wir wurden ungefähr eine halbe Stunde durch die Gegend geführt. Einmal durch den Vorort zum Beginn der Wüste und zurück. Das war auch schon alles. Von wegen 1,5 Stunden! Die waren uns nämlich im Vorfeld versprochen worden
  • Im Anschluss ging es dann von den befestigen Straßen runter (Offizielles „Ende der befestigten Straße“) und ab in die ersten kleinen Sanddünen. Das wackelt schon ordentlich!
  • Nach einer halben Stunde in der Wüste gab es ein für uns vorbereitetes Picknick. Das Picknick bestand aus Brot gefüllt mit Pommes, Hackfleisch, Tomaten und Zwiebeln. Eine typische Speise der Berber, wurde uns erklärt
  • Der nächste Stop führte uns zu einer Normaden-Familie. Davon war uns im Vorfeld nichts gesagt worden und ganz ehrlich: Dieser Teil der Tour hat uns überhaupt nicht gefallen. Klar, es war super interessant die Menschen kennenzulernen und zu sehen, wie sie leben. Jedoch haben wir uns wie die schlimmsten Eindringlinge gefühlt. Die Normaden haben uns eingeladen mit ihnen Tee zu trinken, der übrigens sehr lecker war, aber sie schienen sich dabei überhaupt nicht wohl zu fühlen. Wir konnten uns kein bisschen verständigen, da sie weder Englisch noch Französisch gesprochen haben. Wir wurden deswegen auch kaum beachtet. Eigentlich haben die Normaden permanent mit unserem Guide gesprochen und uns am liebsten nicht mal angeschaut. Man hat ganz genau gemerkt, dass sie keine Fremden in ihrem Zuhause haben wollen. Das kann man ja auch gut nachvollziehen. Dann sollte man diese Station in der Tour aber doch lieber einfach auslassen. Letztendlich hatten wir das Gefühl, es ging nur darum, dass wir Trinkgelder da lassen und das war auch alles, was hinter diesem Zwischenstopp gesteckt hat. Da wären wir lieber überhaupt nicht hingegangen. Wir finden ihre Lebensweise wirklich sehr interessant, aber wir wollen nicht wie Eindringlinge dorthin gebracht werden, die nur für Trinkgelder da sind ansonsten aber als störend erachtet werden
  • Als nächstes kamen wir zu einer Oase. Das war übrigens der einzige Ort, an dem wir auf andere Ausländer getroffen sind. Die Oase ist schön, aber auch kein zwingender Stopp, in unseren Augen.
    • Danach sind wir endlich bei den Dünen eingetroffen. Schon aus der Ferne wirken die hohen Sandberge unglaublich magisch!
    • Nach unserer Ankunft dauerte es nicht mehr lange bis zum Sonnenuntergang. Zu zweit haben wir einen tollen Spaziergang durch die Dünen unternommen, viele Fotos gemacht und anschließend den Sonnenuntergang genossen.
    • Zum Abendessen gab es Tajine. Das ist meist gegartes Gemüse, in unserem Fall mit Hühnchen
    • Nach dem Essen wurde für uns Live-Musik gespielt. Unser Guide und die Camp-Leiter haben gesungen und getrommelt. Wenn das Wetter gut ist, gäbe es normalerweise abends ein Lagerfeuer. Wir hatten leider einen kleinen Wüstensturm. Der hat sich aber verzogen, sobald die Sonne komplett untergegangen war
    • Die Übernachtung im Wüstencamp war sehr angenehm. Die meisten Camps sind sehr gut ausgestattet. So auch unseres: Die Zelte sind riesig und man hat ganz normale hohe Betten, damit keine Tiere ins Bett kriechen können. Es wird sehr auf Sauberkeit geachtet und es gibt ganz normale Toiletten
  • In unserem Camp gab es ingesamt fünf Zelte. In die Zelte passen zwischen zwei und vier Personen. In der Nähe gab es noch weitere Camps, von denen wir aber kaum etwas mitbekommen haben. Jedes Camp liegt in einer eigenen Mulde. Man hat sehr viel Ruhe und Raum für sich
  • Die Camp-Betreuer haben sich sehr nach unseren Wünschen gerichtet. Außer uns war nur ein anderes Pärchen im Camp. Sie haben immer gefragt, wann wer essen möchte und sich auch in Abfahrtszeiten total an unsere Wünsche angepasst
  • Etwas übertrieben fanden wir die vielen Trinkgelder. Natürlich ist man dazu nicht gezwungen, aber man merkt doch, dass es erwartet wird. Etwas schwierig, wenn die Tour sowieso nicht ganz günstig ist und man zudem Student ist
  • Unser Fazit: Wir bleiben dabei… Orte auf eigene Faust zu erkunden, finden wir viel besser! Allerdings hätten wir uns alleine wirklich niemals in dieser riesigen Wüste zurecht gefunden. Wir brauchen weder den Luxus im Camp noch müssen wir bedient werden. Trotzdem haben wir es auch genossen uns mal zur Abwechslung verwöhnen zu lassen und uns um nichts kümmern zu müssen

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