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Deine Route auf der Azoreninsel São Jorge

São Jorge haben wir mit dem Mietwagen erkundet. Unsere Route für São Jorge wurde von uns in mühevoller Kleinarbeit geplant. Auf der hübschen Insel verbrachten wir insgesamt nur drei Tage. Mit dem Auto hat das auch ganz gut hingehauen. Innerhalb von drei Tagen kann man auf jeden Fall die wichtigsten Orte und Highlights mitnehmen. Viel länger braucht man keinesfalls, wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist. Allen, die mehr Zeit mitbringen, empfehlen wir aber unbedingt noch mindestens zwei Tage zum Wandern einzuplanen. Die Insel hat einige wunderschöne Strecken. Wer möchte, der kann sich auch am Great Walk versuchen.

Unterkünfte finden sich auf São Jorge in allen Klassen. In Velas, Manadas sowie in Calheta gibt es die meisten Hotels. Unser Tipp für dich: Du campst genauso gerne wie wir? Dann darfst Du dir den schönsten Campingplatz der Azoren auf keinen Fall entgehen lassen. Der befindet sich nahe Calheta direkt am Meer.

Hier geht es übrigens zu unserer Azoren-Packliste!

 

Grüne Weinreben auf der Nachbarinsel von Sao Jorge und ein Wanderer, der mit einem bepackten Rucksack unterwegs ist
Unsere Backpacks waren ganz schön bepackt während unserer Azoren-Rundreise.

Kurz-Zusammenfassung:

Tag eins (Route Velas – Calheta): Velas, Ausblick auf den Flughafen, Urzelina & Calheta! Übernachtung: Camping in Fajã Grande

Tag zwei (Route Osten von São Jorge): Topo, Wasserfall von Santo Antão & Fajã de São João! Übernachtung: Camping in Fajã Grande oder nahe der Fajã da Caldeira

Tag drei (Route Westen von São Jorge): Fajã dos Cubres/Fajã da Caldeira, Norte Grande, das Hochland und der Pico da Esperança, Parque Florestal das Sete Fontes, Leuchtturm am Ponta dos Rosais


Tag eins – Ankunft auf São Jorge und Route zum Campingplatz

1. Velas, der größte Ort der Insel

Unsere Fähre von Pico bringt uns direkt nach Velas. Dort beginnt unsere Route auf São Jorge. Die Fährfahrt verläuft wie am Schnürchen und nach ungefähr neunzig Minuten Fahrzeit treffen wir wohlbehalten und munter am Hafen von Velas ein. Wir schnappen uns unsere sieben Sachen, klettern ins Auto und verlassen das Schiff. Glücklicherweise ist es erlaubt den Mietwagen zwischen den Inseln des „Triangles“ auf der Fähre mitzunehmen.

Viel weiter als vom Schiff darf uns der Mietwagen zunächst aber nicht kutschieren. Die Sonne scheint wunderschön hell vom Himmel und wir wollen das gute Wetter ausnutzen, um unseren Ankunftsort direkt zu erkunden. Schließlich befinden wir uns im größten Ort der Insel. São Jorge ist übrigens die kleinste der drei Triangle-Inseln.

Der Hafen hat nicht allzu viel zu bieten, ein paar Boote – alte und neue, der Blick hinauf auf die steile Küste und das war es auch schon. Also schlendern wir weiter in Richtung Zentrum. Das, was sich Zentrum nennt, besteht aus einer langen Straße mit Geschäften und Restaurants, einem grünen Park, mehreren Kirchen und einem großen Platz. Etwas weiter außerhalb erwarten uns dann noch eine architektonisch beeindruckende Bibliothek und das Highlight von Velas: der berühmte Felskreis.

Auf dem Rückweg zum Auto laufen wir entlang der Küste und erhaschen noch einen Blick auf das örtliche Naturschwimmbecken.

 

2. Der Ausblick auf den Flughafen

Jetzt darf unser Auto Gas geben. Oder besser gesagt muss es das. Der kleine Nissan legt sich ordentlich ins Zeug und trotzdem kämpft er recht ordentlich mit der Steigung. Die Straße aus Velas hinaus hat es in sich. Wer die falsche Abzweigung nimmt und nicht genug beschleunigt, der wird jämmerlich dahin kriechen. Bald aber sind wir oben auf der Straße angekommen und nutzen gleich die erste Tankstelle. Der Sprit auf São Jorge erscheint uns etwas teurer als auf Pico. Vielleicht ist das aber auch nur Pech oder schlechtes Timing.

Mit einem vollen Tank geht unsere erste Etappe der São Jorge-Route dann in Richtung Osten weiter. Unser erster Halt erfolgt schon wenige Fahrminuten später. An einem dünnen Stück neben der Straße parken wir, um den Ausblick auf Velas zu genießen. Der Hafen sieht von oben fast schöner aus als wenn man dort ist.

Das soll aber nicht der einzige Ausblick bleiben. Kurze Zeit später jubeln wir laut auf. Endlich sehen wir wieder einen vor uns. Einen was, fragst Du dich wahrscheinlich? Wir meinen natürlich einen der wunderbaren Azorenflughäfen. Wer auf Flugzeuge steht und sie gerne beim Starten und Landen beobachtet, der ist nirgends richtiger als hier. Den Flughafen auf São Jorge kann man von weit oben betrachten. Knapp nach Velas liegt sie da die scheinbar winzige Flugbahn und wartet darauf, dass eine der beeindruckenden Propellermaschinen eine ansehnliche Landung hin legt. Wir verbringen ebenfalls einige Minuten gespannten Wartens, geben dann aber auf. Hier herrscht heute nicht so viel Flugverkehr. Auf São Jorge landen sowieso weitaus weniger Flugzeuge als auf den zwei anderen Triangle-Inseln.

 

Start- und Landebahn auf Sao Jorge, Azoren, umgeben von Häusern und dem Meer
Der tolle Flughafen von São Jorge.

3. Auf nach Urzelina

Next stop – Urzelina. Unser geheimer Plan lautet: Auschecken der Campingplätze! Der in Velas hat uns leider nicht besonders gut gefallen. Der nächste auf unserer Karte soll in Urzelina liegen. Der Ort ist ziemlich winzig und nach zweimal abbiegen sind wir schon vorne am malerischen Fischerhafen angekommen. Wirklich viel los ist nicht. Der Campingplatz hat noch nicht einmal eröffnet. Vorne neben dem Hafen sind zwei Maler damit beschäftigt das Schwimmbecken neu anzustreichen. Einen von ihnen sprechen wir an: „Kennen Sie zufällig den Campingplatz-Besitzer?“ Natürlich tut er das! Hier kennt sich einfach jeder.

Einen Anruf später, ein wenig hin und her diskutieren und dann sitzen wir wieder im Auto. Der Campingplatz hat uns zwar gut gefallen, er liegt direkt am Meer, besteht aus einer großen grünen Wiese mit Bäumen und sauberen Waschäusern, doch der Besitzer hat uns ans Herz gelegt es zunächst woanders zu versuchen. Er öffnet seinen Platz erst übermorgen. Davor wäre es zu umständlich für ihn extra wegen uns herzukommen. Das ist selbstverständlich nachzuvollziehen. Neugierig begeben wir uns also in Richtung Calheta. Möglicherweise ist dort auch etwas mehr geboten. In Urzelina herrschte absolute Ruhe.

4. Calheta und der Campingplatz von Fajã Grande

Mehrere Serpentinen leiten uns hinunter nach Calheta und der erste Supermarkt seit Velas ist ausgeschildert – puuh, Glück gehabt – und die Häuser wirken ansprechend. Unten am Meer teilt sich die Straße. Nach links geht es ins Zentrum Calhetas, doch wir müssen weiter nach rechts in Richtung Fajã Grande. Dort soll ich der angekündigte Campingplatz befinden. Nach ungefähr fünf Minuten Autofahrt verlassen wir die Hauptstraße zur linken Seite. Der Weg hinunter zum Camp ist etwas fordernd. Die Steigung hier ist sogar noch heftiger als in Velas. Bei einem abfallenden Winkel von gefühlten 180° hoffen wir einfach auf eine vollständige Funktion der Bremsen unseres Mietwagens. Etwas anderes bleibt uns auch kaum übrig.

Knapp über Meereshöhe liegt er gleich darauf da, in allen denkbaren Grünschattierungen und schreit: Sieh hin, ich bin’s! Der schönste Campingplatz der Insel! Wo wir die kommenden Nächten verbringen werden, ist somit klar!

 

Unser neuer Lieblings-Campingplatz auf den Azoren.

 

Nachdem das Zelt aufgebaut ist und wir uns kurz gestärkt haben, zieht es uns für die letzten Sonnenstunden in die Gassen von Calheta. Dafür müssen wir noch einmal ins Auto steigen und einige Minuten fahren. Im Zentrum finden wir direkt einen Parkplatz und spazieren hinunter zum Hafen. Alles ist sehr ruhig. Kaum ein Mensch, der unseren Weg kreuzt. Dann aber passieren wir den örtlichen Supermarkt. Und siehe da! Jetzt ist klar, wo all die anderen Leute hin sind. Scheinbar jeder Dorfbewohner hat sich auf dem kleinen Platz direkt vor dem Markt eingefunden und muntere Wortfetzen fliegen durch die Gegend.

Ein paar Minuten beobachten wir gespannt die bunte Menschenversammlung, bis es uns zurück in die Ruhe der Straßen zieht. In einem ausgedehnten Spaziergang erkunden wir die versteckten Winkel Calhetas. Dabei finden wir einen winzigen Stadtpark, eine schöne Kirche und einen uralten Mammut-Baum. Etwas weiter oben am Berg über dem Dorf ist ein großes Kreuz zu sehen, zu dem man hinauflaufen könnte. Uns jedoch reicht es für heute. Den restlichen Abend lassen wir es uns gut gehen, während unsere Beine im Wasser baumeln. Das Naturschwimmbad vor unserem Campingplatz ist der perfekte Entspannungsort.

 


Tag zwei – Östliche Route über São Jorge

Tag Nummer zwei auf São Jorge beginnt mit einem komfortablen Campingplatz-Frühstück. Was für ein Luxus eine richtige Küche benutzen zu dürfen. Unser Zelt wird auch für die nächste Nacht auf dem Campingplatz bei Calheta stehen bleiben. So viel ist sicher. São Jorge ist zum Glück klein genug, um die Insel von einem Punkt aus erkunden zu können.

Unser heutiger Tagesplan lautet: Auf in den Osten der Insel! Genauer gesagt nach Topo! Einige interessante Abstecher auf dem Weg haben wir ebenfalls im Blick.

Heute ist mal wieder ein nebeliger Tag. Die Route nach Topo führt uns über die höheren Lagen von São Jorge. Es ist unvermeidbar mitten durch die Wolkensuppe zu fahren. Auf dem Weg halten wir an zwei Miradouros. Direkt beim ersten Ausblick – an einem großen Parkplatz – startet übrigens eine der Wanderungen zur Caldeira de Santo Cristo. Der Wanderweg führt an einem hübschen Wasserfall vorbei.

 

1. Topo, das schmucke, östliche Ende

Topo ist vor allem für seinen Leuchtturm bekannt und die dünne Insel, die direkt vor der Küste liegt. Außerdem gibt es einen tollen Naturpool. Das Zentrum des Ortes liegt ein bisschen vom Leuchtturm entfernt. Dort erwartet dich eine hübsche Kapelle und eine große Kirche. Wir sind dort auch einigen freundlichen Vierbeiner begegnet. Pferde gibt es auf São Jorge so einige. In Topo selbst beginnt übrigens auch ein interessantes Wegstück der Great Walk Wanderung. Wer Lust hat über die Insel zu wandern, der sollte diese Wanderstrecke unbedingt ins Auge fassen. Entlang des Meeres, vorbei an saftigen Wiesen und durch verwunschene Täler wandert es sich wunderbar.

Anschließend unternehmen wir noch eine Fahrt durch die grünen Felder nördlich des Ortes. Sehenswerte Ausblicke sind garantiert. Nach ungefähr zwanzig Minuten Fahrt gelangen wir oberhalb von Topo wieder auf die Hauptstraße und treten gemächlich den Rückweg nach Calheta an.

 

2. Der schönste Wasserfall der Insel

Eigentlich sind wir noch gar nicht so richtig müde. Und wir haben noch Entdeckerlust! Es ist sowieso noch viel zu früh, um zum Campingplatz zurückzukehren. Also werfen wir einen Blick auf die Karte. Was gibt es hier denn noch zu sehen? Da, das schaut gut aus! Ein Wasserfall ist links des Weges eingezeichnet. Dorthin zu gelangen, erweist sich aber alles andere als einfach.

Etwas abseits der Hauptstraße im Ort Santo Antão finden wir ihn schließlich nach langen Irrungen und Wirrungen. Unser Tipp für dich: Halte im Ort nach einem Schild mit einem gemalten Wasserfall links an einer Mauer Ausschau. Dann bist Du so gut wie da.

Der Wasserfall versprüht pure Magie. Zunächst laufen wir entlang eines dünnen Flussbetts. Im glasklaren Wasser spiegeln sich die Wolken und neben dem Wasserlauf steht ein paradiesisches Häuschen mitten im hohen Gras. Nach ein paar Minuten Fußweg kommen wir zum eigentlichen Wasserfall. Der eben noch so ruhige Bach stürzt tosend in die Tiefe. Wir spazieren bis ganz hinunter, wo das Wasser aufkommt, und schießen noch unzählige Fotos.

 

3. Malerisches Fajã de São João

Ein Halt geht noch! Das entzückende Fajã de São João bietet sich mit allen Vorzügen an, um dort einen einzigartigen Sonnenuntergang zu erleben. Nachdem wir uns die steilen Sträßchen hinab begeben und die schwindelerregend schönen Ausblicke genossen haben, wird es Zeit für ein wenig Ruhe. In malerischer Anmut reihen sich die bunten Häuser aneinander. Ein Bewohner ist nirgends zu sehen. Gedankenverloren schlendern wir durch die Gegend und winken der Sonne hinterher, als sie den letzten Strahl des Tages schickt.

Auch die zweite Nacht verbringen wir anschließend auf dem Campingplatz neben Calheta. Hier ein Tipp am Rande: Laut unserer Campingplatz-Besitzerin darf man in dem Gebiet der Fajã dos Cubres wild zelten. Hätten wir davon früher gewusst, wäre das eine super Alternative für die zweite Nacht auf São Jorge gewesen. Übernachten mitten in der Wildnis und niemand sonst um dich herum! Gerade auf den ruhigen Azoreninseln ein Traum!

 


Tag drei – Westliche Route über São Jorge

Der dritte Tag beginnt und wir müssen dringend mal wieder einkaufen. Neben der Hauptstraße finden wir den coolsten und unauffälligsten Supermarkt überhaupt! Alles, was auf ihn hinweist, ist ein vergilbtes Schild neben der Straße. Erstmal brausen wir mit Vollgas daran vorbei, bis wir kapieren, das sich dort befinden könnte, was wir suchen. Skeptisch drehen wir um und fahren die enge Hofeinfahrt hinauf. Und tatsächlich dort parken bereits zwei andere Autos. Trotzdem ist weit und breit kein Supermarkt zu entdecken. Wir stehen vor einem großen Gebäude, das mehr an eine Lagerhalle oder eine Fabrik erinnert.

Schließlich laufen wir links um das Haus herum. Zwar glauben wir nicht mehr wirklich daran einen Supermarkt zu finden, aber neugierig geworden sind wir inzwischen. Und da, direkt neben einem geparkten Jeep, sehen wir ihn: den Eingang zum verstecktesten Supermarkt Portugals! Eine geräumige Tür lädt uns ins Innere des Marktes ein. Wir sind die einzigen Kunden und endlich in der Lage unser Frühstück zu kaufen. Beim Bezahlen halten wir einen freundlichen Plausch mit dem Besitzer. Hach, einkaufen sollte immer so viel Spaß machen!

 

1. Fajã dos Cubres/Fajã da Caldeira: Lagunen die sich sehen lassen

Ausreichend gestärkt begeben wir uns auf den Weg zu Tagesordnungspunkt Nummer eins. Wir wollen zur Fajã dos Cubres und zur Fajã da Caldaira. Der Weg ist mindestens genauso spannend wie der am Vortag nach Fajã de São João. Steile Abhänge, eng verwundene Serpentinen und atemberaubende Aussichten. Von der Fajã dos Cubres sind wir dann aber nicht ganz so überzeugt. Unserer Meinung nach sieht die Lagune von oben besser aus als wenn man direkt dort ist. Deswegen sind wir auch nicht allzu traurig darüber, dass unsere Zeit nicht ausreicht, um zur Fajã da Caldaira zu wandern. Allen außer den Anwohnern ist die Durchfahrt mit dem Auto nämlich untersagt. Die Wanderung dorthin soll ungefähr eine Stunde dauern. Unser Tagesplan hält aber einiges andere für uns in petto. Später erfahren wir von zwei freundlichen Tschechen, dass diese Wanderung für sie zu den Highlights auf der Insel zählt. Da ärgern wir uns dann doch ein wenig.

 

2. Norte Grande, der Treffpunkt aller Einheimischen

Bevor wir zum höchsten Berg der Insel aufbrechen, gibt es einen Zwischenstop in Norte Grande. Viel geboten ist dort nicht, aber der Ausblick hinunter auf die Fajã do Ouvidor ist ein klasse Ort für eine kurze Verschnaufspause!

3. Wolkenverhangenes Hochland und der Pico da Esperança

Der Pico da Esperança ist mit seinen 1.053 Metern der höchste Punkt auf São Jorge. In einer nebeligen Tour machen wir uns auf die Suche nach den angepriesenen Kraterseen und Aussichtspunkten. Alles, was wir finden, sind Wolken und Nässe sowie zwei Mitfahrer. Völlig durchnässt gabeln wir sie auf. Sie sind die einzigen, die sich bei dem Wetter zu Fuß auf den mehrstündigen Panoramaweg gewagt haben. Bei Sonnenschein und etwas weniger Wolken ist diese Wanderung mit großer Sicherheit traumhaft und absolut empfehlenswert. Mit dem Auto haben wir für die Strecke übrigens knapp mehr als eine Stunde gebraucht. Man ist nicht allzu schnell unterwegs, da der Großteil des Weges aus Kiesstraßen besteht.

 

4. Ein märchenhafter Park

Nachdem wir uns von unseren Mitfahrern verabschiedet haben, wollen wir zum Abschluss den Westen der Insel erkunden. Die regennassen Alleen haben ihren ganz eigenen Flair. Die hohen uralten Bäume und die nebelige Stimmung lassen kindliche Fantasien wieder aufleben.

Der Park der sieben Quellen – Parque Florestal das Sete Fontes – ist der magischste Park, den wir jemals gesehen haben. Nebelschwaden umranken die alten Gewächse und ein märchenhafter Flimmer umgibt das Geschehen. Schnörkelige Bachläufe fliesen leise dahin, während die Enten versuchen den Regen aus dem Gefieder zu putzen. Die Stille, der Nebel und die wilde Natur lassen ein fast gruseliges Gefühl aufkommen. Trotzdem bleiben wir eine gefühlte Ewigkeit an diesem Ort. Der Park ist riesig und es gibt eine Menge zu entdecken.

 

5. Der zerbrochene Leuchtturm

Direkt hinter dem Park der sieben Quellen beginnt eine kiesige Straße, die uns bis zum Leuchtturm und dem westlichstens Punkt der Insel, dem Ponta dos Rosais, leitet. Die Straße kann man sowohl entlang wandern als auch fahren. Wer fährt, muss viel Ruhe und Gefühl mitbringen. Ein paar der Schlaglöcher sind nicht ganz ohne.

Der Leuchtturm wurde bereits von mehreren Erdbeben heimgesucht und wurde vor Jahrzehnten aufgegeben. Das einsturzgefährdete Gebäude darf auf keinen Fall betreten werden. Die Umgebung wirkte bei Nebel etwas trostlos, aber hat auch einen spannenden Lost-Place-Charakter.

Ganz in der Nähe vom Leuchtturm gibt es einen alten Walbeobachtungsposten. Über einige Stufen gelangt man auf einen Anhöhe, von wo aus man an einem klaren Tag eine einzigartige Sicht auf das Meer und die Felsformationen westlich der Insel hat. Wir lassen uns auch diesen Ort nicht entgehen, obwohl wir natürlich wissen, dass die Wolkensuppe uns keinen Blick darauf erhaschen lässt.

 

 

Im Anschluss heißt es, auf nach Velas! Mit der Fähre verlassen wir schließlich die Insel. Es geht zurück nach Pico! Mit unserer Reiseroute auf São Jorge sind wir sehr zufrieden. Etwas mehr Zeit zu haben, wäre ebenfalls schön gewesen, aber die drei Tage haben gereicht, um einen guten Eindruck von der Insel zu gewinnen. Das war es mit uns, São Jorge. Zumindest für’s Erste!


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