11 Tipps für deinen Roadtrip durch Georgien

„Hilfe, wo sind wir denn hier gelandet? Ich sehe nichts als Kühe und Wiesen. Warum wollten wir gleich nochmal nach Georgien? Was gibt es in diesem Land zu sehen? Und wo ist denn bloß mein Reiseführer hin?“
Damit Du dir diese Fragen auf deinem Roadtrip durch Georgien auf keinen Fall stellen musst, haben wir alle großen Highlights des Landes für dich zusammengefasst. Lass dich inspirieren deine perfekte Reise-Route zu planen!

1. Die magischen Höhlen von Uplisziche

Eigentlich fährt ja jeder Georgien Tourist mindestens einmal in die berühmte Felsenstadt namens Wardsia. Doch warum soll es nicht mal etwas anderes sein? Etwas außergewöhnliches! Wir haben stattdessen die Höhlenwohnungen von Uplisziche aufgesucht. Dort, im Schatten der beeindruckenden Höhlengebilde und riesigen Felsentoren, lässt sich so einiges entdecken. Auch der Ausblick auf die umliegende Landschaft ist einmalig. Wir haben uns gefühlt als stünden wir in einer prachtvollen Festung inmitten eines gigantischen Naturschauspiels. Weit unter uns konnten wir ehemalige Lehmsiedlungen erkennen.

Auch an Uplisziche geht der zunehmende Tourismus nicht völlig vorbei. Trotzdem besteht eine beachtliche Chance auf Fotos von den hübschen Felswänden ohne Menschen im Hintergrund. Falls Du Pech hast und einen überfüllten Tag erwischst, dann empfehlen wir dir etwas durch die abgelegeneren Höhlen zu streifen. Dort findet sich mit Sicherheit ein einsames Fotomotiv.

 

 

Hinkommen? Uplisziche liegt östlich, ungefähr 15 Kilometer entfernt von Gori. Du kannst direkt am Eingang zu den Höhlen parken.

Eintritt? 7 Lari pro Person. Ermäßigt zahlt man sogar nur noch einen Lari. Das Angebot gilt auch für Studenten!

2. Die Felsen von Petra

Petra ist eine ehemalige prachtvolle Stadt der Antike mit angegliederter Festung. Heute kann man das Prachtvolle zwar nur noch erahnen, einen Besuch sind die geschichtsträchtigen Trümmer aber trotzdem wert. Spaziert man zwischen denen von der Zeit gezeichneten Steinen umher, sieht man die Vergangenheit fast vor sich: Man spürt wie hier einst das Leben von statten gegangen ist. Umgeben von wilden Weinlauben und dem tiefblauen Meer ist Petra ein besonderes Highlight. Der Ausblick über die Weiten des Meeres von hier oben ist wirklich traumhaft. Da sind die Georgier wohl ganz unserer Meinung. Bei unserem Besuch der antiken Steinansammlung, war gerade eine Hochzeit mitten im Gange. Dort zu heiraten muss wunderschön sein.

 

 

Hinkommen? Petra liegt nördlich des Strandes Tsikhisdziri. Am besten erreichst Du Petra mit dem Auto. Du kannst direkt am Eingang der Burg parken.

Eintritt? Kostenlos!

 

3. Die Burg von Ananuri

Georgien besticht mit zahlreichen alten Bauwerken und wundersamen Burgen. Ein besonderes Highlight unter all diesen Architektur-Schönheiten ist auf jeden Fall die Burg von Ananuri. Sie befindet sich auf der Straße zwischen Tiflis und Stepanzminda. Der Eintritt ist bisher kostenlos und man kann fast die komplette Anlage erkunden. Für Kletterfreunde gibt es steile Stufen und höher gelegene Räume, die den neugierigen Besuchern zur Verfügung stehen. Aber Achtung, an die die auch einen Blick in abgelegenere Räume im Inneren der Burg werfen will: Die Räumlichkeiten haben schon bessere Zeiten gesehen und an manchen Abschnitten besteht Einsturzgefahr. Ganz vorne an der Burgmauer hat man einen tollen Blick auf den nahen Stausee. Auf dem Parkplatz vor der Burg werden allerlei Souvenirs und Bekleidungsstücke angeboten.

 

 

Hinkommen: Vom Zentrum des Ortes Ananuris aus gelangst Du sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto einfach zur Burg!

Eintritt? Kostenlos!

 

4. Das versteckte Hinterland von Batumi

Das Hinterland Batumis sollte deswegen auf deiner Liste stehen, weil Du dort noch beinahe ungestört die wilden Gegenden des Landes erkunden kannst. Die meisten Touristen fahren nur bis zu den ersten Attraktionen und kehren danach in die Stadt zurück. Also ist das deine Chance abseits der ausgetrampelten Pfade unterwegs zu sein.
Zur groben Orientierung nimm dir Chulo als End-Ziel vor. Auf dem Weg nach Chulo triffst Du auf einen tollen Wasserfall, mehrere Bogenbrücke und Unmengen an einsamer Natur. Der Ort Makhuntseti ist noch am stärksten touristisch. Den Wasserfall und die wunderschöne Bogenbrücke aus Stein will keiner verpassen. Das solltest Du übrigens auch nicht. Verbringe etwas Zeit damit die Sehenswürdigkeiten von Makhuntseti zu bestaunen. Im Anschluss empfehlen wir dir weiter zur Dandalo-Bridge zu fahren und auf dem Weg die raue Natur zu genießen. Alle, die dann immer noch nicht genug haben, können sich auf die Suche nach der Chvani-Brücke machen. Auf dem Weg kommst Du an einer beeindruckenden, alten Burgruine vorbei, welche auf einer Hügelkuppe thront. Um dorthin zu gelangen, musst Du ein paar Treppen erklimmen, aber glaub uns, es lohnt sich. Vom der Burg ist zwar gar nicht mehr allzu viel übrig, jedoch ist der Ausblick dort oben einmalig. Auch hier bitte aufpassen, wohin man tritt. Wir haben Lüftungslöcher im Boden gesehen, weswegen es gut möglich ist, dass die Burg unterkellert oder einsturzgefährdet ist.

 

 

Hinkommen? Starte in Batumi und gib Chulo in dein Navi ein. Für die Chvani-Brücke: Sobald Du die Dandalo-Brücke hinter dir gelassen hast, änderst Du dein Ziel auf Chvana um.

5. Ein Bad im Schwefelpool

Um den Geruch von Schwefel kommst Du in Georgien sicher nicht herum. Seien es die berühmten Bäder im Herzen von Tiflis oder eine Quelle mitten im Nirgendwo. Für Badehungrige und Entspannungssuchende ist das ein wahres Paradies. Bei wohligen Temperaturen und dampfendem Wasser lässt sich der Stress wunderbar abschütteln. Die meisten heißen Quelle sind inzwischen kommerzialisiert worden und kosten Eintritt. Hast Du jedoch Sinn für Abenteuer, kannst Du auch Quellen finden, die Du nur für dich hast. Bikini und Badehosen sollten nach einem Bad in der Schwefelquelle jedoch gründlich ausgewaschen werden. Ansonsten wirst Du den Geruch nach fauligen Eiern ein wenig länger in der Nase haben.

 

 

Hier findest Du unseren Bericht über unsere Fahrt zu der Schwefelquellen von Amagleba.

 

6. Die altertümliche Weinstadt Sighnaghi

Sighnaghi ist sowas wie das Paris Georgiens. Die georgische „Stadt der Liebe“ ist zwar etwas kleiner – wir hoffen, Du bemerkst die Untertreibung – aber fast genauso romantisch. So romantisch, dass sich dort regelmäßig verliebte Pärchen das Ja-Wort geben. Wir sind schon gespannt auf deine Meinung! Wir selber sind von der Romantik-Sache nämlich nicht ganz überzeugt. Sighnaghi ist wunderschön, das ja, aber es gibt schon einige romantischere Orte.
Die „Stadt der Liebe“ liegt im Osten von Georgien in der Region Kachetien. Zwischen bunten Hauswänden und einer jahrhundertealten Stadtmauer lässt sich der georgische Wein in einem gemütlichen Ambiente verköstigen. Lass deine Uhr und dein Smartphone in der Unterkunft zurück, verliere dein Zeitgefühl und schlendere durch die engen Gassen des altertümlichen Ortskerns. Für alle Abenteuer-Fans gibt es seit einiger Zeit eine Zip-line.

 

 

Hinkommen? Von der Hauptstadt Tiflis fährst Du ungefähr zwei Stunden mit dem Auto. Auch der berühmte georgische Minibus – bekannt als Marshrutka – bringt dich in Georgiens schönste Weinregion.

 

7. Tiflis, das Herz von Georgien

Was sollen wir dir sagen außer: Wir lieben Tiflis! Tiflis, auch genannt Tbilisi, ist die Hauptstadt von unserem neuen Lieblingsland und hat eine reelle Chance auf einen Platz auf der Liste „Tollste Hauptstädte der Welt“. In jeder Sekunde während unseres kurzen Aufenthalts sind wir atemlos durch die engen Gassen gestürmt, um ja nichts zu verpassen. Das klingt zugegebenermaßen etwas stressig! Doch ehrlich, wir würden es immer wieder so machen! Noch besser wäre allerdings etwas mehr Zeit mitzubringen. Wer Tiflis besucht sollte alle Himmelsrichtungen dieser unbeschreiblichen Stadt erkundet haben. Unsere persönlichen Highlights sind auf jeden Fall die Sameba-Kathedrale, die mitteralterliche Festung von Narikala und die müffeligen Schwefelbäder im Altstadtviertel Abanotubani. Dazu kommt noch die goldene Brücke, die etwas versteckt hinter den Kuppeln der Schwefelbäder liegt.

 

 

8. Uschguli. Eine Reise in die Vergangenheit!

Falls Du dich schon etwas mit Georgien befasst hast, weißt Du bestimmt, dass Uschguli von allen dauerhaft bewohnten Siedlungen Europas die höchste ist. Aber auch, wenn Du noch nie etwas von Uschguli gehört hast, steht schon jetzt fest, dass dieses Dörfchen auf jeden Fall einen wichtige Rolle auf deiner Reise spielen wird. Auf keinen Fall darf man sich eine Fahrt oder eine Wanderung zu den entlegensten Wehrtürmen des Landes entgehen lassen. Du wirst dich mit Sicherheit in die Ruhe, die atemberaubende Landschaft und den exzentrischen Baustil dieses kleinen Ortes verlieben. Lies hier weiter, um alles über unseren Trip nach Uschguli zu erfahren.

 

 

Hinkommen? Du kannst entweder von Mestia aus wandern oder mit einem Marshrutka oder mit einem Taxi fahren. Mit einem gemieteten 4×4-Wagen kommst Du problemlos auch alleine nach Uschguli. Mit allen Autos ohne 4×4-Antrieb sind die letzten Kilometer nach dem Dorf Cala leider bisher nicht machbar. Ab Cala sind es noch ungefähr fünfzehn Kilometer bis Uschguli. Auch wenn die Einheimischen andere Meinungen vertreten, raten wir von einer Fahrt ohne 4×4-Antrieb zwischen Cala und Uschguli ab. Die Strecke von Mestia bis Cala kannst Du jedoch problemlos mit jedem Auto fahren. Die komplette Straße bis Uschguli wird im Moment ausgebaut, also erkundige dich ruhig nochmal vor Ort über die aktuelle Situation.

Eintritt: Kostenlos!

 

9. Die einzigartigen Hängebrücken Georgiens

Wir stehen total auf die georgischen Hängebrücken. Sie eignen sich klasse als originelle Fotomotive. Tollen Hängebrücken begegnest Du fast überall im Land. Die schönsten Exemplare findest Du entlang der Hauptstraßen in die Bergregionen. Wenn Du zum Beispiel zwischen Zugdidi und Mestia unterwegs bist, siehst Du an der Straßenseite immer wieder blaue Schilder. Diese Schilder markieren die zurückgelegten Kilometer. Bei Kilometer 84, in Richtung Mestia, befindet sich ein sehr schönes Modell.
Unser Favorit aller georgischen Hängebrücken ist aber ganz klar zwischen Stepanzminda und Tiflis zu finden. Du parkst dein Auto am besten in der Haltebucht, bevor Du Kilometer 70 auf den blauen Schilder erreichst (von Tiflis kommend). Dass Du richtig bist, erkennst Du an einer riesigen Figur vor einer zerfallenen Kirche am Straßenrand. Dann musst Du noch ein paar Schritte in Richtung Fluss laufen und schon bist Du bei einer der schönsten Brücke des Landes.

 

10. Ein Ausflug zu den Naturparks

Georgien verfügt über zahlreiche Nationalparks. Die Natur dort könnte nicht vielfältiger oder schöner sein. Für jeden Geschmack und jede Reiselänge lässt sich etwas finden. Hier haben wir für dich die wichtigsten Nationalparks gesammelt: Der Nationalpark Waschlowani liegt ganz im Osten des Landes. Die Landschaft ist sehr vielfältig. Zu Teilen besteht der Park vollständig aus Halbwüste und der eine oder andere Canyon wird mit Sicherheit deinen Weg kreuzen. Einen Kontrast dazu bieten blühende Felder und flache Wiesen. Für deine Reise durch den Waschlowani-Nationalpark brauchst Du eine Genehmigung und musst eine Eintrittsgebühr bezahlen. Die Natur des Mtirala Nationalparks, etwas nördlich von Batumi, ist wie aus einem Traum. Reisende Bäche, verträumte Wälder und verschlungene Pfade laden dich ins Paradies ein. Und zu guter letzt: Den Nationalpark Bordschomi-Charagaul findest Du zwischen Kutaissi und Tiflis. Hohe Berge und dichte Baumpfade erwarten dich.

Mehr Informationen findest Du auf der Webseite der georgischen „Agency of protected Areas“ (en/ge/ru).

11. Wandern in Swanetien oder in der Region um Stepanzminda

Was sollen wir sagen? Klar, Georgien ist das Wanderland überhaupt. Pack die Wanderschuhe ein, eine wind- und wetterfeste Jacke und stürze dich ins Abenteuer. Egal ob du nur durch die tollen Berglandschaften spazieren willst, von Mestia nach Uschguli wanderst oder die Gergetier Kirche erklimmst, Du wirst mit tollen Ausblicken und noch tollerer Natur belohnt werden. Für alle erfahrenen Bergsteiger werden regelmäßig Touren auf den Kasbek (5047m) angeboten. Die Besteigung soll zwar verhältnismäßig einfach sein, Du solltest aber trotzdem Erfahrung mitbringen. Die Besteigung dauert meist drei Tage. Einem Tag verbringst Du alleine für die Aklimatisierung auf 3600 Höhenmetern.

 

 

Hinkommen? In die Wandergebiete kommst Du sowohl mit dem Auto als auch mit dem Marschrutka.

 


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